Alexander Hammouda

Neuraltherapie nach Huneke

Die Neuraltherapie ist eine Injektionstherapie, bei der mit einem Lokalanästhetikum (überwiegend Procain 1%) die Selbstheilungskräfte angeregt und Dysbalancen ausgeglichen werden können.

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Als  Regulations- und Umstimmungstherapie ist sie zur Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen geeignet. Hierzu werden örtliche Betäubungsmittel in bestimmte Körperregionen wie beispielsweise Narben, Gelenke, Akupunktur- oder muskuläre Triggerpunkte gespritzt.

Dabei werden Reizzustände zeitweise oder auf Dauer unterbrochen, wodurch sich überlastete Regelkreise wieder erholen können.  Grundlegend beruht die Neuraltherapie auf der Vorstellung, dass das vegetative Nervensystem als Schaltstelle zwischen Körper und Seele aufzufassen ist. Somit können Krankheitsprozesse über die vegetativen Nervenbahnen beeinflusst werden. In manchen Fällen kann so die Heilung selbst hartnäckiger und therapieresistenter Beschwerden oder Schmerzen gelingen.

Narben-und Störfeldbehandlung
Behandlung von Störfeldern
Mit der Neuraltherapie können Störfelder aufgedeckt und effektiv behandelt werden. Diese Störfelder sind häufig im Kopfbereich lokalisiert und lassen sich vor allem an den Nasennebenhöhlen, Kiefergelenken und Zähnen, Ohren sowie den Rachenmandeln ausmachen. Auch Narben stellen häufige Störfeldlokalisationen dar. Diese Form der Behandlung wende ich häufig ergänzend zur Akupunktur an.   

Welche Mittel werden zur Behandlung verwendet? 
Für die Neuraltherapie wird das Lokalanästhetikum Procain verwendet. Aufgrund seiner besonderen chemischen Eigenschaften ist es besonders schonend für den Organismus und hat unter anderem eine schmerzstillende, entzündungshemmende und lymphabflussanregende Wirkung. Auf diese Weise kann in tiefliegende Prozesse eingegriffen und ein Heilungsreiz gesetzt werden.  

In besonderen Fällen kommen zusätzlich homöopathische Komplexpräparate zum Einsatz, um das Wirkspektrum des Procains zu erweitern.