Alexander Hammouda

Wirksamkeit

Krankheiten und funktionelle Störungen entstehen im menschlichen Körper oftmals durch eine herabgesetzte oder fehlende Fähigkeit zur Selbstregulierung. Die Osteopathie setzt an diesem Punkt an und kann eine Modulation der körpereigenen Selbstheilungs- und Regulationskräfte bewirken.

Sophie Brugger, Osteophatin

Die Osteopathie findet in vielen medizinischen Bereichen Anwendung. Dabei kann sie als erste und einzige medizinische Maßnahme völlig ausreichend sein. Je nach Beschwerdebild ist aber auch eine begleitende, interdisziplinäre Behandlung möglich. Letzteres ist insbesondere bei schwerwiegende Erkrankungen sinnvoll.

Für die Wirksamkeit der Osteopathischen Medizin gibt es in der anerkannten internationalen wissenschaftlichen Literatur eine Fülle von Veröffentlichungen, insbesondere aus den USA.

Anerkennung der Osteopathie
Die Methoden der Osteopathischen Medizin finden zunehmend Beachtung im schulmedizinischen Bereich, insbesondere in den Disziplinen Orthopädie, Innere Medizin, Kinderheilkunde und Neurologie. Viele private Krankenkassen in Deutschland haben die Osteopathie bereits anerkannt und erstatten diese; auch ein Großteil der gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst die osteopathische Behandlung. Eine allgemeine Anerkennung durch die gesetzlichen Krankenkassen steht allerdings noch aus.
Krankheitsbilder 
Die Osteopathie kann bei Jung und Alt für eine Vielzahl von Beschwerden zum Einsatz kommen. Aus rechtlichen Gründen weisen wir jedoch darauf hin, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete weder ein Heilversprechen noch die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Für den Bereich der Wirbelsäule, z.B. beim chronischen Schmerzsyndrom der Wirbelsäule, geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff.). Im Übrigen gibt es bislang keine Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht die Wirkungsweise der Osteopathischen Medizin bei den unten aufgeführten Krankheitsbildern nachweisen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Osteopathische Behandlungen sind in der Schwangerschaft bis unmittelbar vor Geburt möglich. Fast alle osteopathischen Techniken sind als "weich" einzustufen und können daher ohne Gefahr für Mutter und Kind ausgeführt werden. Für einen normalen, spontanen Geburtsvorgang ist eine physiologische Beckenfunktion der Mutter essenziell. Bei Beckenschmerzen kann vor der Entbindung eine osteopathische Untersuchung und Therapie erfolgen und somit die Entbindung erleichtert werden. Auch (einseitige) Rückenschmerzen sind einer Behandlung gut zugänglich.

Auch nach der Geburt können die hormonell bedingten Rückbildungsvorgänge im Körper der Mutter durch Osteopathie unterstützt werden. Die häufig auftretenden Beckenfunktionsstörungen als Folge der Geburt sind hier eine häufige osteopathische Behandlungsindikation.
 Erwachsene 
Grundsätzlich können sowohl akute als auch chronische Beschwerden mittels Osteopathie behandelt werden. Insbesondere Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an Wirbelsäule und Extremitäten sowie Gelenken sind häufige Behandlungsanlässe. Zudem ist eine begleitende osteopathische Therapie nach Unfällen und Verletzungen möglich.
Spezielle Krankheitsbilder sind u.a.:

 - chronische Kopfschmerzen, Migräne
 - Schwindel
 - Ohrgeräusche (Tinnitus)
 - muskuläre Schmerzen in unterschiedlichen Körperregionen
 - Kiefergelenksbeschwerden
 - Gelenkfehlstellungen